TU Berlin

Fachgebiet ArbeitswissenschaftHintergrundinfos zum Projekt

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Projekthintergrund

Die Informationsbasis

Die Folgen basieren auf wissenschaftlichen und journalistischen Quellen. Eine zentrale wissenschaftliche Quelle für die inhaltliche Konzeption der Folgen war eine Studie, die am Fachgebiet Arbeitswissenschaft der TU Berlin im vergangenen Jahr durchgeführt wurde (Kiossis et. al. 2020). Im Rahmen dieser Studie wurden sechs in der Wissensarbeit tätige Personen mit Sehbehinderung jeweils einen halben bzw. ganzen Tag durch ihren Arbeitsalltag begleitet und anschließend interviewt. Diese Methode der Datenerhebung durch Begleitung von Personen durch ihren Arbeitsalltag stellt eine Besonderheit in dem Forschungsfeld dar. Dadurch konnten Einblicke gewonnen werden, welchen Herausforderungen und Hindernissen Wissensarbeitende mit Sehbehinderung in ihrem Arbeitsalltag begegnen, aber auch welche hilfreichen Lösungsstrategien sie für sich entwickelt haben. Für ergänzende Perspektiven wurde mit weiteren fünf Personen jeweils ein einstündiges Interview geführt.

Journalistische Quellen wurden systematisch recherchiert und insbesondere die Ausgabe der DBSV-Zeitschrift „Sichtweisen“ zur Teilhabe in der Arbeitswelt (04/20) als Ausgangspunkt gewählt. Abgerundet wurde die Recherche durch ein ca. einstündiges Interview mit Franziska Sgoff über ihren Arbeitsalltag, was auch in Teilen direkt in eine der Folgen integriert wurde.

Umsetzung im Corona-Online-Semester:

Pandemiebedingt fand der gesamte Austausch digital und virtuell statt, sowohl mit den Dozent*innen, aber mit den Studenten untereinander. In wöchentlichen Treffen über die gesamte Vorlesungszeit hinweg wurde das Projekt besprochen und Ideen ausgetauscht. Zudem wurden zu festgelegten Terminen Abgaben eingereicht, vom ersten Inhaltskonzept bis zum abschließenden Projektbericht. Als die Storyboards für die Folgen festgelegt waren, fand der einzige, „echte“ Kontakt zu den Aufnahmeterminen statt. Bearbeitung und Schnitt der Folgen erfolge anschließend wieder virtuell verteilt, und auch während einiger längerer Nächte vor dem Abgabetag der finalen Audiodateien motivierte sich das Studenten-Team mit discord-chats untereinander. Nach 12 Wochen Bearbeitungszeit stand dann das Ergebnis.

Zielsetzungen

Mit dem Projekt haben wir vier Zielsetzungen verfolgt: Wir wollten…    

  • …neue, digitale Wege der Wissenschaftskommunikation beschreiten, da insbesondere die derzeitige Pandemiesituation durch den Coronavirus unterstreicht, wie wichtig entsprechende Formate für eine nachhaltige Wissensvermittlung und-generierung sind
  • … arbeitswissenschaftliche Studienergebnisse bewusst als Audioformat zugänglich machen, da es damit auch Menschen mit Sehbehinderung niederschwellig mit einbindet.
  • …für eine nachhaltige Sichtbarkeit des Themas sorgen, da die Podcasts einfach publiziert und in Lehre Arbeitswissenschaft und Medieninformatik/-technik integriert werden können.
  • … die Entwicklung barrierefreier Technologie durch Einblicke in den Arbeitsalltag von Menschen mit Sehbehinderung in den Fokus der Digitalisierungsdebatte rücken.

Das Ergebnis: Wissensvermittlung mal anders 

Die Medieninformatik- und Medientechnik-Studenten haben die Inhalte kreativ und mit viel Engagement umgesetzt. Die Resultate sind drei Podcast-Folgen, die von, mit und für junge Leute produziert worden sind. Die Folgen sollen andere Studierende von Technologie-Studiengängen dazu anzuregen, sich mit dem (sonst kaum beachteten) Thema Teilhabe in der Arbeitswelt zu beschäftigen und als Gestalter*innen von Technologie der Zukunft eine inklusivere Perspektive zu entwickeln. Zudem möchten die Initiator*innen des Projekts einen Weg für die mediale Aufbereitung eines solchen Themas aufzeigen, der empathisch und mit einer stringenten Ausrichtung auf die Perspektive von Menschen mit Sehbehinderung im Arbeitsalltag aktuelle Forschungsbefunde und journalistische Beiträge zusammenbringt.

 

 

 

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