direkt zum Inhalt springen

direkt zum Hauptnavigationsmenü

Sie sind hier

TU Berlin

Inhalt des Dokuments

Kosten-Nutzen Verhältnis der Digitalisierung verbessern?

Lupe [1]

Die Frage nach dem Kosten-Nutzen-Verhältnis fokussiert die Suche nach einem kontextspezifischen Optimum zwischen wünschenswerter Entlastung und zusätzlicher Belastung durch Digitalisierung. Unsere Forschung zeigt seit ca. 10 Jahren einerseits, dass Digitalisierung Produktivität steigern kann, sie aber häufig durch Brüche zwischen analogen, alten und neuen digitalen Arbeitsprozessen behindert werden (z. B. Feufel, Robinson, & Shalin, 2011; Mörike, Spiehl, & Feufel, in press). Andererseits wurde und wird deutlich, dass Mitarbeitende individuell und im Team arbeitsintensive Workarounds etablieren, um Arbeitssysteme trotz dieser Brüche zu stützen (z. B. Feufel, Lippa, & Klein, 2009; Mörike, Spiel, & Feufel, in press). Um dieses Kosten-Nutzen-Verhältnis systematisch zu untersuchen, verfolgen wir drei Forschungsansätze:

1.   Ethnografien digitaler Arbeitspraktiken: Um zu verstehen, wie digitalisierte Arbeitssysteme in der Praxis funktionieren im Vergleich dazu, wie sie intendiert waren, kombinieren wir psychologische, arbeits- und sozialwissenschaftliche Ansätze (z. B. Spiehl, Mörike, & Feufel, in press), und leiten daraus u. a. Systemanforderungen ab (z. B. Feufel, 2018; Feufel & Flach, 2019). Inhaltlich untersuchen wir dabei z. B., wie digitale Innovationen Organisationsstrukturen und Koordinationsprozesse verändern (z. B. Feufel et al., 2011; Mörike, Schmid, & Feufel, 2021) bzw. welche (un)produktiven Arbeitsformen durch sie entstehen (z. B. in Start-Ups; Landowski, Mörike, & Feufel, 2021).

2.   Analyse kausaler Zusammenhänge: Um die physischen, kognitiven und sozialen Anforderungen analoger, digitaler und hybrider Arbeitsformen vergleichend zu bewerten und daraus Standards für die Arbeitsplatzgestaltung abzuleiten, nutzen wir klassische Experimente. Beispielsweise bauen wir derzeit das Hybrid Work Lab auf, in dem wir gemeinsam mit Partnern aus Industrie und Wissenschaft hybride Arbeitsformen in Bezug auf Produktivität und Work-Life-Balance untersuchen und Best Practices ableiten.

3.   Menschzentrierte Gestaltung digitaler Systeme: Um digitale Innovationen menschzentriert zu entwickeln, nutzen wir ko-kreative Ansätze, d. h. wir entwickeln Lösungen gemeinsam mit Nutzer*innen, z. B. für die personalisierte Beratung von Menschen mit genetisch erhöhten Krebsrisiken im Projekt dVP_FAM [2]. Dabei entsteht eine digitale Versorgungsplattform, die Technik- und Medienbrüche überwindet und so Arbeitsabläufe über Patient*innen, Ärzt*innen und Organisationen hinweg unterstützt. Die Evaluation dieser Plattform mittels Mixed Methods wird wertvolle Hinweise liefern, wie das Kosten-Nutzen-Verhältnis der Digitalisierung verbessert werden kann.

------ Links: ------

Zusatzinformationen / Extras

Direktzugang

Schnellnavigation zur Seite über Nummerneingabe

Diese Seite verwendet Matomo für anonymisierte Webanalysen. Mehr Informationen und Opt-Out-Möglichkeiten unter Datenschutz.
Copyright TU Berlin 2008